Modern mit 100-jähriger Tradition
Realschule Letmathe Schule mit bilingualem Zweig
Realschule Letmathe                                                                                                                         Schule mit bilingualem Zweig

Letmathe. Sie haben fast 1000 Euro für ihre Partnerschule im Kongo gesammelt und ein Theaterstück inszeniert. Die Letmather Realschüler nehmen die Pflege der Freundschaft über 6000 Kilometer hinweg sehr ernst.

Eine Partnerschule im Kongo zu haben, im tiefen afrikanischen Urwald – kann das überhaupt funktionieren? Die Schüler der Realschule Letmathe haben bewiesen, dass eine Entfernung von über 6000 Kilometern kein Hindernis sein muss. In der Friedenskirche überreichten sie am Dienstag einen symbolischen Scheck mit dem hohen Betrag von 705 Euro, der später noch auf 1000 Euro aufgestockt wurde.

In den drei Jahren, seit die Schulpartnerschaft besteht, hatten die Realschüler bei verschiedenen Anlässen immer wieder für die Freunde des Instituts Bondjale Geld gesammelt und damit mehr als nur eine gute Tat getan. Nun nutzten sie die Gelegenheit, dass eine Delegation aus dem Kongo den Kirchenkreis Iserlohn besucht, und überreichten die genannten 1000 Euro. Dieser Betrag kann entscheidend dazu beitragen, Lehrer und Unterrichtsmaterial zu bezahlen. Denn im Kongo bekommt ein Lehrer im Jahr gerade mal eine Zuwendung von 450 Euro.

Dabei geht es den Letmather Jungen und Mädchen gar nicht allein ums Geld. Die Realschüler haben sich sehr ernsthaft im Unterricht mit dem Thema Kongo auseinandergesetzt. Dabei haben sie großes Glück. Denn wenn sie genau wissen wollen,wie die Menschen dort leben, brauchen sie nur ihre Mitschülerin Georgette zu fragen. Die ist im Kongo geboren und erzählt gerne etwas über ihr Land.

So ist im Laufe der Monate ein Theaterstück entstanden. Die Schüler haben es selbst geschrieben und einige von ihnen haben es am Dienstag zur Freude der afrikanischen Gäste in der Friedenskirche aufgeführt. Alle Sitzreihen in der Kirche waren besetzt. Die Mitschüler und auch Gäste der Bartholomäusschule schauten zu. Es ging um einen jungen Mann, der heiraten will und dessen Vater ein Brautgeld zahlen muss. Es ging aber auch darum, wie die Menschen im Kongo ein besseres Leben führen können, wie sie Felder bewirtschaften, Fische fangen, verseuchte Brunnen reinigen und Kinder unterrichten.

Obwohl die Menschen im Kongo viel weniger besitzen und kaufen können als in Europa, sind sie doch fröhliche Menschen, die gerne Musik machen. „Trommeln kann im Kongo jeder“, erfuhren die Kinder von Pastor Burckhardt Hölscher, der Fragen zum Leben in Afrika beantwortete. Und weil die Afrikaner Musik lieben, wurde auch das Theaterspiel von Musik begleitet: Es spielte das Realschul-Orchester.

Helmut Rauer, IKZ 5.5.16

Das Leben im Kongo

 

Szenen aus dem Leben im Kongo

Es war ein schon besonderer Moment, als sich im letzten Jahr Frau Swoboda und der Schulleiter Entombo einander die Hände reichten. Die RS- Letmathe und die Sekundarschule im Kongo sind nun Partner.

Kongo, wo liegt das überhaupt, wie leben die Menschen dort? Schulpartnerschaft – wie kann man die leben, wenn man so weit von einander entfernt wohnt?

Darüber haben sich einige Schüler und Schülerinnen seit den Osterferien Gedanken gemacht. Georgette  aus dem Kongo hat viel über ihr Land erzählt. Entstanden ist dabei ein Stück in 6 Szenen:

Ein junger Mann möchte seine Traumfrau heiraten. Im Kongo muss die Familie des Mannes der Familie der Frau ein Brautgeld bezahlen, weil die Tochter künftig im Haus fehlen wird. Der Vater ist arm und daher gegen die Hochzeit. Der Sohn bitte den Vater um 3 Aufgaben, die er lösen muss, um sich zu beweisen. Der Sohn löst die Aufgaben und beweist damit nicht nur, dass er heiraten und Geld verdienen kann, sondern auch den Menschen in seinem Dorf mit ihren Problemen helfen kann. Der Sohn lernt, wie man ein Feld bewirtschaftet, wie man Fische fängt, wie man verseuchte Brunnen reinigt und wie man Kinder unterrichtet, damit sie später eine Chance haben.

18 Schüler und Schülerinnen aus den Klassen 7, 8 und 9 waren beteiligt. Je nach Neigung schrieben einige die Rollentexte, während andere diese im Stück lebendig spielten. Es gab Erzähltexte, die in die jeweiligen Szenen einführten und die aktuelle Situation in unserer Partnerschule erklärten. Einige planten die Musik zwischen den Szenen. Eine Technikgruppe hat alles mit viel Know- how beleuchtet, Bühnenbilder mit Hilfe von 2 Beamern gestaltet und alles vertont bis hin zum Hall. Sogar eine Nebelmaschine kam zum Einsatz. Dank Georgette traten die Darsteller in Orginalkostümen auf. Zwei Schülerinnen erfuhren von Georgette, dass Trommeln im Leben der Menschen im Kongo Ausdruck von Freude und Trauer sind. Wenn die Trommeln zu hören sind, kommen die Menschen zum Gottesdienst. Jeder Mensch im Kongo kann trommeln. Pfarrer Hölscher rundete die Veranstaltung ab, indem er mit Hilfe von Fotos etwas über die Lebensweise der Kinder im Kongo erzählte und Fragen beantwortete. Am Ende gab es einen Opfergang mit Orgelmusik und Trommeln. Es kamen 211 Euro zusammen. Wir hoffen, dass wir noch einen Betrag von 450 Euro zusammen bekommen, damit wir für die Kinder in Lefoy/ Kongo ein Jahr lang einen Lehrer bezahlen können.

Institut Bondjale & Realschule Letmathe:

zwei Schulen werden Partner!

Warum eine Partnerschaft?

Seit 1985 gibt es eine Partnerschaft zwischen den Kirchenkreisen Iserlohn und Boende/ Lofoy im Kongo. Bei der Unterstützung der Gemeinde in Afrika legt der Evangelische Kirchenkreis besonderen Wert auf Bildung und so war es ein besonderes Anliegen, das „Institut Bondjale“, die weiterführende Schule in Bonsombo (Lofoy) wieder aufzubauen. Denn diese war in der Zeit der Rebellenunruhen fast völlig zerstört worden.

Im Januar 2013 konnte die Schule dann wieder einge-weiht werden, doch fehlt es dort noch an Vielem, so sind von sechs Klassenräumen bis heute erst zwei Räume mit Bänken und Schreibpulten ausgestattet. Um hier noch besser helfen zu können, schwebte der Iserlohner Gemeinde eine Partnerschaft mit einer weiterführenden Schule in Iserlohn vor.

Boende.pdf
PDF-Dokument [1.3 MB]

Schüler laufen symbolisch in den Kongo

Google Maps

 

Letmathe - Kongo: 5877 km

Erlaufene Strecke:  5910 km

 

5000 Euro für das Institut Bondjale

Es war ein besonderer Moment, als im Sommer im Volksgarten die Realschulleiterin Anja Swoboda und die Bevollmächtigte des kongolesischen Partnerkirchenkreises Boende/Lofoy, Rose Ilunga Mutombo die Partnerschaftsurkunde zwischen der Realschule und dem Institut Bondjale unterzeichneten.

Zuvor hatte ein Sponsorenlauf der Realschule stattgefunden, an dem sich 750 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer beteiligt haben. An diesem Tag liefen die Jugendlichen und die Pädagogen ziemlich genau die Entfernung, die zwischen Letmathe und Boende im Kongo liegt. Bei dem Sponsorenlauf kamen etwas mehr als 10 000 Euro zusammen und im Vorfeld gab es bereits die Entscheidung, dass 50 Prozent davon für schulische Zwecke und die andere Hälfte für die Partnerschaftsschule verwendet werden.

Bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde wurden die Gäste aus dem Kongo schmerzlich vermisst, die für diese Zeit eine Einladung des Partnerschaftskreises beim ev. Kirchenkreis hatten. Eine unverständliche Entscheidung bei der Visabewilligung bereitete der Freude auf den Austausch mit den Gästen ein jähes Ende!

Nach Aussage von Pfarrer Burckhardt Hölscher, dem Vorsitzenden für die Partnerschaftsarbeit beim ev. Kirchenkreis Iserlohn wird derzeit intensiv an einer Neueinladung der kongolesischen Gäste gearbeitet. Das gespendete Geld wird im Institut Bondjale dringend für die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit Heften, Stiften und Büchern benötigt. Seitens des hiesigen Partnerschaftskreises wird aber auch überlegt, ob der Betrag nicht für die dreijährige Ausbildung einer Lehrkraft genutzt werden kann. Derzeit benötigt das Institut Bondjale mehr als zwei Lehrer mit Studienabschluss. Aus diesem Grund schlägt der Kirchenkreis Lofoy den Lehrer Likena Botuko für ein Stipendium und somit für ein Studium am Institut Sup. Pédagogique in Mbandaka vor. Insgesamt verfügt das Institut über 10 Lehrer, acht davon haben mangels Geld keinen Studienabschluss. Es ist zu überlegen, ob auch in diesem Fall eine Lösung geschaffen werden kann. Von sechs Klassenräumen sind bis heute erst zwei Räume mit Bänken und Schreibpulten ausgestattet worden, denn leider konnte die Motorsäge für die Herstellung der Bretter wegen einer Panne zwischenzeitlich nicht benutzt werden. Das „Institut Bondjale“ ist eine Koedukationsschule. Sie organisiert schulische und außerschulische Aktivitäten wie Sport und weitere Freizeitbeschäftigungen. Das Verhalten der Schüler ist vernünftig und moralisch gut, heißt es in einem Bericht aus dem Kongo, da die Jugendlichen von der ersten bis zur sechsten Klasse Religionsunterricht bei einem Pfarrer haben.

„So lernen sie Gott kennen, die Quelle ihres Lebens und ihrer Intelligenz. Durch den Religionsunterricht können wir auch Schüler aus anderen Religionsgemeinschaften für unsere Kirche gewinnen“.

Quelle: IKZ vom 07.11.2013

 

Ein Interview mit Frau Swoboda

 

Als Klasse, die eine Stellwand zu unserer „Partnerschule im Kongo“ erstellen wollte, befragten wir unsere Schulleiterin Anja Swoboda zu dem Projekt.

In Bezug auf die Frage, wie es zu dieser Partnerschaft gekommen ist, erklärte Frau Swoboda, dass die örtliche evangelische Kirchengemeinde bereits eine Partnerschaft mit einer Gemeinde im Kongo eingegangen war und dass diese angefragt hatte, ob die Realschule Letmathe Interesse an einer Partnerschaft mit der Schule im Kongo hätte. Wir erfuhren, dass diese Partnerschaft seit dem Sommer 2013 besteht.

Dann fragten wir die Schulleiterin, ob die Schulen im regelmäßigen Kontakt zueinander stünden, doch sie bedauerte, dass dies durch schlechte Kommunikationswege leider nicht möglich sei.

„Was bedeutet eine Partnerschaft zwischen zwei Schulen?“, fragten wir Anja Swoboda. Darauf erklärte sie, dass in einem Partnerschaftsvertrag die wichtigen Aspekte festgehalten werden, z.B. die materielle Unterstützung der neu errichteten Schule. Wichtig sei aber auch der gegenseitige kulturelle Austausch und dass die Partner mehr übereinander erfahren.

Auf die Frage, ob es Brieffreundschaften gebe oder solche geplant seien, antwortete die Schulleiterin, dass die Planung kompliziert sei, da die Postwege sehr lang seien.

„Sind weitere Projekte geplant?“, wollten wir wissen. Darauf antwortete Frau Swoboda: „An dem Tag des Sponsorenlaufs war ein persönliches Treffen mit dem Schulleiter aus Boende geplant, dieses fand nicht statt, da die Delegation kurzfristig die Ausreise-genehmigung nicht bekommen hat. Wenn wir im Sommer Projekttage haben, werden einige Projekte den Partner-schaftsgedanken aufnehmen. So wird z. B. kongolesisch gekocht.“

Das Institut Bondjale


Diese Schule unterscheidet sich sehr von unserer Realschule. Denn dort gibt es nur wenige Lehrer, zwei haben eine Qualifikation und die übrigen acht haben keinen Studienabschluss. (Von den 10 Lehrern erhalten nur drei ein staatliches Gehalt, die sieben anderen Lehrer leben in materiell unsicheren Verhältnissen. Um überleben zu können, erhalten sie 10% des von den Eltern zu zahlenden Schulgeldes.) Trotzdem können sie das staatlich vorgeschriebene Unterrichtsprogramm einhalten, da sie täglich in der Bibliothek sind und dort mit den jetzt reichlich vorhandenen Lehrbüchern lernen.

 Dank unserer Spenden konnte jeder Klassenraum der weiterführenden Schule mit einer Tafel ausgestattet werden.

Realschule Letmathe

 

Von-der-Kuhlen-Str. 12
58642 Iserlohn

 

Telefon

+49 2374 938970


Unsere Sekretariatszeiten

7:30 - 13:00 Uhr



 

23.10.- 04.11.2017 Herbstferien

_______________

30.11.2017

Elternsprechtag

15.30 -19.30 Uhr

 

 Alle veröffentlichten Fotos unterliegen dem Urheberrecht

der Realschule Letmathe der Stadt Iserlohn.



Druckversion Druckversion | Sitemap
© Realschule Letmathe